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  • AutorenbildClaudia Buzzelli

Wie Frauen ihre Stärken in ihren Führungsstil integrieren können




Den eigenen Führungsstil zu finden ist ein Prozess, der Zeit braucht. Zeit für Selbstreflexion, Zeit sich auszuprobieren und Zeit sich neu auszurichten. Dabei sind Rückschläge an der Tagesordnung, vor allem wenn man versucht, Führungsstile von anderen zu imitieren. Gerade Frauen laufen Gefahr, sich an den in Unternehmen immer noch vorherrschenden typisch männlichen Verhaltensweisen zu orientieren. So kommt es, dass sie z. B. gezielt Härte demonstrieren, um sich durchzusetzen, während sie in ihrem Innern eher dazu neigen, gemeinsam Lösungen zu finden.


Sich zu verbiegen ist nicht nur enorm anstrengend, frau riskiert auch die eigene Glaubwürdigkeit zu untergraben. Hilfreicher ist es deshalb, sich gezielt mit den eigenen Stärken auseinanderzusetzen und zu verstehen, wie sich diese in der Führungsarbeit erfolgreich nutzen lassen. Nachfolgend einige Beispiele:


Bescheidenheit und Growth Mindset

Viele weibliche Führungskräfte bezeichnen sich als bescheiden. Leider hat Bescheidenheit eine schlechte Reputation. Gefeiert werden Menschen mit übersteigertem Selbstvertrauen, die damit prahlen, wie erfolgreich sie sind. Völlig frei von Selbstzweifeln und Wissen über ihre eigenen Grenzen fehlt ihnen meistens ein realistisches Selbstbild. Und solange die Umstehenden applaudieren, wird sich daran auch nichts ändern.


Bescheidene Menschen hingegen schätzen ihre Fähigkeiten kritischer ein. Sie verfügen oft über ein Growth Mindset und sind motiviert, sich zu strecken. Das heisst sie sind bereit, einen Schritt aus der Komfortzone heraus zu wagen z.B. indem sie sich weiterbilden, um sich die fehlenden Fähigkeiten anzueignen oder indem sie von Feedback lernen, um sich zu verbessern oder indem sie Herausforderungen bewusst annehmen, um daran zu wachsen.


Demut, um Fehler als Chance zu nutzen

Hand in Hand mit Bescheidenheit finden wir Demut. Ein Wort aus biblischen Zeiten, das im Managementalltag durch Bradley Owens und Amy Ou eine spannende Bedeutung erlangt: Demut hat, wer

1) die eigenen Stärken und Schwächen erkennt,

2) andere dafür anerkennt, was sie tun,

3) immer lernbereit und offen ist und

4) versteht, dass er nur ein kleiner Teil eines größeren Ganzen ist.


Die Fähigkeit, die eigenen Fehler einzugestehen und aus Erfahrungen zu lernen, die Meinung anderer zu berücksichtigen und bereit zu sein, sich zu verbessern, ist ein entscheidender Faktor für die Effektivität von Führungskräften und die Voraussetzung für eine grosse Führungspersönlichkeit.


Empathie in der modernen Führung

Allgemein wird den Frauen zugestanden, dass sie freundlich und fürsorglich sind. In vielen Köpfen geistert immer noch die Vorstellung herum, dass Empathie in der effektiven Führung keinen Platz hat. In der modernen Führung ist jedoch die emotionale Beziehung mit den Mitarbeitenden ein zentraler Faktor. Gerade in Zeiten von KI und Automatisierung sehnen sich Menschen danach, gesehen zu werden und Wertschätzung zu erhalten. Die Gestaltung von Beziehung ist für Führungskräfte der Schlüssel zu einem Team von engagierten Mitarbeitenden. Also mit IQ UND EQ führen.


Inspiration durch «Purpose»

Wurde früher mit Zuckerbrot und Peitsche geführt, geht es heute über Inspiration. Und Frauen haben hier tendenziell eine ausgeprägte Stärke. In der transformationalen Führung inspiriert die Führungskraft die Mitarbeitenden, indem sie den Sinn und Zweck der Organisation aufzeigt und sie dabei unterstützt, ihre eigenen Ziele daran anzubinden. Im Ergebnis steigert das die Motivation und Leistung der Mitarbeitenden.


People Empowerment ist strategische Führung

Wer sich selbst und seine individuelle Leistung in den Mittelpunkt stellt und nur sein Karriereziel vor Augen hat, ist zu sehr mit sich selbst beschäftigt, als dass er sich um das Wohlbefinden seines Teams kümmern und das Potenzial der einzelnen Mitarbeitenden erkennen könnte.


Anders bei Führungskräften mit ausgeprägten People Skills - darunter befinden sich besonders viele weibliche Vorgesetzte. Sie sind wahre Talentscouts. Sie helfen Mitarbeitenden zu wachsen, indem sie sie coachen und in ihrer Entwicklung unterstützen. So können sie das Potenzial von Mitarbeitenden freisetzen und die Kooperation im Team fördern.


Weil sie nicht egogetrieben sind, können sie sogar Mitarbeitende einzustellen, die besser sind als sie selbst. Ihre Führung ist also weniger transaktional, sondern strategisch.


Es gibt also viele Stärken, die weibliche Führungskräfte für ihre Führungsarbeit nutzen können. Ein erster Schritt dazu, ist Klarheit darüber zu haben, was dich ausmacht, damit du nicht andere imitieren musst.


Wie du deine Stärken nutzen kannst, um deinen individuellen Führungsstil zu definieren, lernst du am Leadership Training «SHE.BASIC» bei Female Business Seminare.


Herzlich


Claudia Buzzelli

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