Sichtbar. Vernetzt. Strategisch. Wie du deine Karriere aktiv steuerst
- Claudia Buzzelli

- 25. März
- 2 Min. Lesezeit

Es ist Mittwochmorgen, 9:20 Uhr. Du sitzt im Meeting, hast die besten Argumente – und sagst… nichts. Stattdessen bringt ein Kollege wenige Minuten später genau deinen Punkt ein. Zustimmung im Raum. Anerkennung. Fortschritt. Für ihn. Kommt dir bekannt vor?
Viele Frauen - aber auch Männer - kennen diesen Moment. Nicht, weil ihnen Kompetenz fehlt – im Gegenteil. Sie haben gelernt haben, sich zurückzunehmen und Leistung für sich sprechen zu lassen. Nur: In der Realität reicht das oft nicht. Wer gesehen werden will, muss sichtbar werden. Wer gestalten will, muss sich positionieren. Das ist keine Frage der Persönlichkeit, sondern der Strategie.
1. Die Bühne für die eigene Leistung nutzen
Gerade Frauen tun sich immer noch schwer, gezielt eine starke und positive Präsenz aufbauen und die eigenen Stärken und Erfolge zu präsentieren. Die Standard-Ausrede: «Ich kann mich nicht verkaufen oder ich will mich nicht ins Rampenlicht stellen» Dabei geht es lediglich darum mit der eigenen Leistung sichtbar zu werden. Das bedeutet, wann immer möglich die Gelegenheit für eine Präsentation oder einen öffentlichen Auftritt zu nutzen. Wenn einem das nicht liegt, mag man vielleicht einen Fachartikel schreiben oder in einer Projektgruppe federführend sein.
2. Netzwerk aufbauen und pflegen
Die Unterstützung von Verbündeten ist entscheidend. Niemand macht Karriere allein. Besonders Menschen in ähnlichen Rollen können wertvollen Austausch und Rückhalt bieten. Obwohl Frauen oft sehr gute Netzwerkerinnen sind, fehlt häufig die strategische Perspektive: Wer ist wirklich relevant für meine Entwicklung? Wer kann Türen öffnen, wer inspiriert mich? Ein starkes Netzwerk entsteht nicht zufällig – es wird bewusst aufgebaut und gepflegt.
3. Für gute Begleitung sorgen
Je weiter du in deiner Karriere gehst, desto seltener werden unparteiische Gesprächspartner. Es lohnt sich hier aktiv zu werden und einen Kreis von vertrauten Personen einzurichten. Ein externer Coach, Sparringpartner oder Mentor kann hier wertvolle Dienste leisten – als Spiegel, Impulsgeber und strategischer Partner. Er bietet ein offenes Ohr für emotionale Anliegen, ermöglicht einen Austausch auf Augenhöhe und unterstützt dabei, Lösungen zu finden oder Empfehlungen für ein strategisches Vorgehen zu entwickeln. Das kann den entscheidenden Unterschied machen, denn gerade in anspruchsvollen Phasen brauchst du jemanden, der mit dir denkt.
4. Die berufliche Entwicklung gezielt steuern
Zu warten bis der Vorgesetzte oder die Personalentwicklung einem den nächsten Karriereschritt vorschlagen ist keine gute Strategie. Viel besser ist es Klarheit über die eigene Ambition zu haben und sich gezielt auf den nächsten Schritt vorzubereiten. Dazu gehört Klarheit: Wo willst du hin? Welche Kompetenzen brauchst du dafür? Und dann geht es darum die nötigen Schritte zu gehen: sich für Entwicklungsprogramme zu melden, sich proaktiv in Projekte einzubringen, bei denen man Kompetenzen nutzen oder entwickeln kann und gezielt nach neuen Herausforderungen Ausschau zu halten.
Karriere passiert nicht einfach. Sie entsteht dort, wo du sichtbar wirst, Beziehungen aufbaust und bewusst Entscheidungen triffst.
Wenn du spürst, dass noch mehr möglich ist – mehr Klarheit, mehr Richtung, mehr Selbstbestimmung – dann geh den nächsten Schritt nicht allein. Als Coach helfe ich dir, deine Position zu schärfen und eine Strategie zu entwickeln, die wirklich zu dir passt.
Am Ende geht es nicht darum, lauter zu sein als andere. Sondern klarer.




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